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MARIONETTENZahnausreisser, Feuerwerfer und Hundedresseure...Die Marionetten, das sind eigentlich die «vornehmeren» Geschwister der Handpuppen. Zu ihrem Repertoire gehörten unter anderem auch viele geistliche Stücke, die sich eventuell aus den Mysterienspielen des Spätmittelalters entwickelt haben. In einigen Ländern hatte sich eine reiche Marionettenspiel-Tradition entwickelt. Die Puppentheater waren als Familienunternehmen organisiert und waren mit Sack und Pack unterwegs. Manchmal waren sie auch im Gefolge eines Marktschreiers und förderten mit ihren Vorstellungen deren Verkauf von Pillen, Salben und anderem. Die Aufführungen fanden auf Jahrmärkten statt aber seltener einmal auch in den Schlössern der Adligen. Aber vom Puppenspiel allein konnten sie sich selten ernähren. Deshalb übten sie daneben noch andere Tätigkeiten aus wie: Zahnausreisser, Feuerwerfer oder Hundedresseure. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts setzte das Puppenspiel die Tradition des barocken Volkstheaters fort. Das Repertoire bestand aus Ritter-, Rühr- und Geisterstücken. Unter diesen befand sich auch das Puppenspiel Faust, durch das sich Goethe zu seinem Urfaust anregen liess. In jener Zeit stand das Puppenspiel in hohem Ansehen. Jeder Puppenspieler hatte in seinem Repertoire seinen eigenen Faust. Bis in die neuere Zeit hinein hat die Marionettenbühne immer das Personentheater imitiert. Aber in den Rang eines künstlerischen Theaters wurde das Marionettenspiel erst gegen Mitte des 19. Jahrhunderts erhoben Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die grosse Zeit der Puppenspieler vorbei. Neuerungen wie Kino, Karussell und Schiessbuden lockten vier mehr Zuschauer an und brachten auch mehr Geld in die Kasse. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr das Puppentheater in vielen Ländern einen neuen Aufschwung und es entstanden viele experimentielle Figuren Es entstand der Begriff des Figurentheaters.
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